Buddhismus
Der Buddhismus ist in den letzten Jahrzehnten in Europa präsenter geworden und tatsächlich sind die Lehren des Dharma den Philosophien den Heidentums gar nicht so unähnlich. Natürlich gibt es aber gravierende Unterschiede. Der Buddhist weiß dass es Götter gibt, verehrt diese aber nicht, denn der Weg zum Erwachen kommt aus dem Menschen heraus durch sein Bemühen. Buddha ist ein Titel oder Zustand, den ein Mensch erreichen kann- also keinesfalls ein Gott! Das eigenen Denken und Tun ist das Entscheidende. Und in dieser Hinsicht ähneln sich Buddhismus und Heidentum wieder mehr. Alles was mir in Zukunft passiert, hat seine Ursache in meinen Taten zuvor. Das nennt der Buddhist Karma und der Asatru Örlog. Als Buddhist geht man davon aus, dass man einen unpersönlichen Kern hat der wiedergeboren wird und den karmischen Samen weiter trägt. Wiedergeburt ist auch in einigen heidnischen Traditionen nicht fremd.
Im Buddhismus gibt es dazu noch Vorsätze, deren Einhaltung zu guten Bedingungen für künftige Wiedergeburten führen sollen. Taten liebevoller Güte, Großzügigkeit und eine gewisse Schlichtheit, sowie das Sprechen der Wahrheit und hellwache Achtsamkeit möchte der Buddhist üben. Wenn man diese Qualitäten betrachtet, erkennt man das dies Dinge sind, die zum einen zu guter Nachrede führen werden, wie sie auch im Bestreben der Asatru sind, als auch mit der Philosohie der anderen Strömungen konform laufen. Ähnliches wurde in jüngerer Zeit auch versucht für das Heidentum zu etablieren: die 9 noblen Tugenenden. Mut, Disziplin, Treue, Ehre, Gastfreundschaft, Fleiß, Ausdauer, Selbstständigkeit und Aufrichtigkeit wurde dort beispielsweise Postuliert. Dies sind Werte die ihre Wurzel teils in historischen Quellen und anderenteils in modernen Interpretationen finden. Setzt man sich mit diesen tiefgehend auseinander, findet man ziemlich direkt Tugenden die Beispielsweise im Dhammapada des Buddhismus Erwähnung finden. Zum Beispiel Disziplin: "Besser als Tausend von Kriegern in einer Schlacht zu besiegen, ist es, einzig nur dein Selbst zu besiegen, dann bist du wirklich Siegreich im Kampf" Dammapada 103
Eine weitere Parallele sind in den Ritualen zu finden. Rituale dienen dem Buddhisten als Mittel zu Weiterentwicklung seines Selbst und des Sangha (Gemeinschaft) in der man praktiziert. Meiner Erfahrung als Heide ist es dort ähnlich. Man stärkt das Band zu den Göttern, Geistern und Ahnen in sich und allen Teilnehmern. Natürlich haben auch die Götter etwas davon, aber die größte Wirkung erscheint mir als nach innen gerichtet.
Der Buddhismus ist bei den meisten Menschen hier aber zum einen nicht präsent und vor allem kein Feindbild, da er in den den Augen vieler keine aggressive Ausbreitung betreibt und zum anderem als friedliche Bewegung betrachtet wird. Dies stimmt natürlich bei weitem nicht immer und überall. Denn Buddhisten sind auch Menschen und somit den dunklen Abgründen in uns unterlegen.
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