Asatru
Die heidnische Bewegung des Asatru ist vielseitig. In den Augen vieler ist sie rückwärtsgewandt mit Tendenzen zu Deutschtümelei und äußerst Männderdominiert. Wie überall gibt es solche Gruppen natürlich. Aber in den letzten Jahren hat sich die Anhängerschaft des Asatru zu weiten Teilen "modernisiert".  Viele Gruppen und noch mehr einzelne Asatru sind sich der Tatsache bewusst, das gewissen Denkmuster aus der Rennaissance nicht zeitgemäß sind und so ist die Asatru-Gemeinde heute ebenso durchmischt, wie jede andere Glaubensrichtung auch, falls sie dass nicht schon immer war...
Asatru bedeutet frei übersetzt, den Asen treu zu sein. Die Asen sind das zentrale Göttergeschlecht bei dieser Heidnischen Strömung. Sie stehen für das bewusste Denken, im Gegesatz zu natürlichen Trieben (Vanen)  oder den unbewussten Kräften (Joten).
Das Weltbild des Asatru besteht aus einem Multiversum, in dessen Zentrum der immergrüne Weltenbaum Yggdrasil steht, in dem neun Welten eingebettet sind. Diese Welten werden von Gottern, Geistern und Menschen bewohnt.
All das wurde nicht von den Göttern erschaffen, sondern lediglich geformt. Im Schöpfungsmythos war zu Anfang der Zeiten Ginnungagap- magisch geladenes Nichts und in diesem entstand aus dem Zusammenstoß der Polaritäten: Feuer und Eis, der erste Urriese aus der Magie des Raumes heraus. Im Laufe der Entwicklung formten dann die ersten Asen die Welt zum Multiversum um- sie schufen also nichts im christlichen Sinne der Genesis.
Die Geschicke aller Wesen im Multiversum werden durch das Örlog bestimmt, dessen Verlauf direkt durch die eigenen Tagen beeinflusst wird. Niemand kann sich davon befreien und so werden auch die Götter ihrer eigenen Taten wegen, einst zu Grunde gehen.
Die Ethik des Asatru lehrt, dass einzig die eigenen Taten in der Erinnerung der Folgenden bleibt. Folglich ist ein ehrbares Leben mit dem Mut zum Aktivismus, das höchste Ziel der hiesigen Ethik. Davon abgesehen bietet dieser Weg viele spannende Aspekte in der Wahrnehmung des zyklischen Zeitverlaufts in alles Aspekten der Existenz und wenn man es einfacher mag: ein weitreichendes Konzept der "niederen Mythologie", die sich aber mit den meisten anderen Strömungen überschneidet und daher kaum davon zu trennen ist.
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